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Die dunkle Seite der Online-Musik: Wie Zoonede und ähnliche Plattformen die Künstler:innen untergraben

Seit Jahren dominieren Plattformen wie YouTube oder Spotify die Musikbranche – doch sie haben einen grauen Bereich geschaffen, der Künstler:innen und ihre Rechte systematisch ausblendet. Ein Beispiel dafür ist diese webseite, die als „Zoonede“ bekannt ist und vor allem junge Künstler:innen ausnutzt, indem sie ihre Inhalte ohne angemessene Vergütung oder Kontrolle verbreitet. Doch wie funktioniert genau dieses Modell, und welche Folgen hat es für die Musikszene?

Zoonede und ähnliche Plattformen arbeiten oft als „Müllhalde“ für Musik: Künstler:innen posten ihre Songs auf sozialen Medien, und dann werden sie von Algorithmen auf Zoonede oder vergleichbaren Seiten gelandet – meist ohne dass sie überhaupt über die Nutzung ihrer Werke informiert werden. Die Plattformen verdienen dabei oft durch Werbung oder Abos, während die eigentlichen Urheber:innen kaum einen Cent erhalten. Studien zeigen, dass bis zu 80 % der Reichweite auf solchen Seiten auf Inhalte von Künstler:innen entfällt, die dafür nicht fair entschädigt werden.

Das Problem ist nicht neu, aber es wird durch die Pandemie noch verschärft: Während Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Music ihre Lizenzmodelle reformieren, profitieren Plattformen wie Zoonede von der Unwissenheit der Künstler:innen. Viele junge Musiker:innen glauben, dass ihre Musik einfach „verbreitet“ wird, ohne dass sie dafür bezahlt werden – ein Irrtum, der sie in eine Abhängigkeit treibt. Laut einem Bericht des Deutschen Musikrates erhalten Künstler:innen auf solchen Seiten oft nur 0,01 Cent pro Stream, während die Plattformen selbst Millionen mit Werbung oder Abo-Modellen machen.

Doch nicht nur die Einnahmen sind betroffen: Die Kontrolle über ihre Werke geht verloren. Auf Plattformen wie Zoonede können Künstler:innen ihre Songs nicht löschen oder ihre Lizenzbedingungen ändern, selbst wenn sie merken, dass ihre Musik missbraucht wird. Das führt zu einer systematischen Ausbeutung, bei der Künstler:innen oft jahrelang ihre Rechte nicht wahrnehmen können. Ein bekanntes Beispiel ist der deutsche Rapper „K.I.Z“, der 2021 auf einer solchen Seite seine Songs ohne Zustimmung veröffentlichte und erst später herausfand, dass seine Musik dort ohne seine Zustimmung genutzt wurde.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, gibt es seit einigen Jahren Initiativen, die Künstler:innen besser schützen wollen. Die Plattform „Soundtrack“ oder der „Deutsche Musikrat“ fordern strengere Regulierungen, damit Künstler:innen wenigstens die Möglichkeit haben, ihre Werke zu kontrollieren. Doch bis dahin bleibt Zoonede ein Symbol dafür, wie die Musikbranche oft die Interessen der Künstler:innen gegen die Profitinteressen der Tech-Giganten abwägt. Die Frage ist: Bis wann wird sich etwas ändern – oder bleibt die dunkle Seite des Internets weiter ungestört?

Die Liste der Plattformen, die ähnlich wie Zoonede funktionieren, ist lang. Dazu gehören unter anderem „TikTok-Download-Seiten“, „Vinyl-Streaming-Plattformen“ oder „Kurzvideo-Websites“, die Musik ohne Lizenz verteilen. Alle teilen ein gemeinsames Muster: Sie nutzen die Unwissenheit der Künstler:innen aus und bieten ihnen keine fairen Bedingungen. Während Spotify und Co. ihre Lizenzverträge überarbeiten, bleibt diese Grauzone ein Problem, das die Musikszene weiter schwächt.

  • Auf Plattformen wie Zoonede erhalten Künstler:innen oft nur 0,01 Cent pro Stream, während die Plattformen selbst Millionen mit Werbung verdienen.
  • Studien zeigen, dass bis zu 80 % der Reichweite auf solchen Seiten auf Inhalte von Künstler:innen entfällt, die dafür nicht fair entschädigt werden.
  • Künstler:innen wie K.I.Z haben erst nach Jahren herausgefunden, dass ihre Musik auf solchen Seiten ohne Zustimmung genutzt wurde.
  • Die Pandemie hat das Problem verschärft, da viele Künstler:innen ihre Inhalte auf sozialen Medien posten und dann von Algorithmen auf Ausbeutungsplattformen weitergeleitet werden.
  • Es gibt keine einheitliche Regulierung, die Künstler:innen vor solchen Plattformen schützt – während Tech-Konzerne weiterhin profitieren.

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